Home > Flottentarife > Firmenwagen FAQ

Versicherung von Firmenwagen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Wer versichert den Firmenwagen, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer?


In der Regel zahlt der Arbeitgeber alle Betriebs- und Unterhaltskosten des Firmenwagens. Dazu gehören neben der Kfz-Steuer grundsätzlich die Kosten für die Kfz-Versicherungen und für Inspektion und Reparaturen.

Muss ein privat genutzter Firmenwagen auch zusätzlich durch den Arbeitnehmer privat versichert werden?


Nein. Auch ein privat genutzter Firmenwagen wird grundsätzlich durch den Arbeitgeber versichert, und der zahlt dann auch die Prämie.


Welche Versicherungen müssen abgeschlossen werden?


Pflicht ist wie immer die Kfz-Haftpflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese ersetzt Personen- und Sachschäden, die Dritten mit dem Kraftfahrzeug zugefügt werden.
Der Geschädigte soll dabei finanziell so gestellt werden, als ob der Unfall gar nicht passiert wäre.

Die Teilkasko ist für Sturm, Hagel, Blitzschäden, für Wildschäden und Diebstahl zuständig. Selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Wagen übernimmt nur die Vollkaskoversicherung.  Bei Leasing oder Finanzierung des Firmenfahrzeugs wird in der Regel eine Vollkaskoversicherung vorgeschrieben.



Welche Versicherungen sind empfehlenswert?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert und üblich für neue und hochwertige Fahrzeuge ist eine Vollkaskoversicherung.

Diese kommt wie die Teilkasko für alle Sachschäden auf, die entstehen:

- bei Brand oder Explosion
- bei Entwendung, insbesondere Diebstahl, unbefugtem Gebrauch durch fremde Personen
- Raub und unter bestimmten Umständen auch Unterschlagung
- bei unmittelbarer Einwirkung von Sturm (ab Windstärke 8), Hagel, Blitzschlag oder  Überschwemmung
- bei Wildschäden
- bei Schäden an Verkabelung und Schläuchen eines PKW durch Marderbiss
- bei Bruchschäden an der Verglasung
- bei Schäden an der Verkabelung und angeschlossenen Aggregaten durch Kurzschluss

Zusätzlich ist das Fahrzeug gegen Schäden durch selbst verschuldete Unfälle sowie durch mut- oder böswillige Handlungen fremder Personen versichert. Zu empfehlen sind daneben der Autoschutzbrief und eine Unfallversicherung.



Wenn der Arbeitnehmer einen Firmenwagen bekommt und seinen Privatwagen abschafft, verfällt damit sein persönlicher Schadenfreiheitsrabatt?


Wenn der Versicherungsvertrag ruht, bleibt der Schadenfreiheitsrabatt in der bisherigen Höhe je nach Versicherung für drei bis sieben Jahre erhalten. Danach verfällt pro Jahr eine SF-Stufe.



Kann der persönliche Schadenfreiheitsrabatt des Arbeitnehmers auf die Versicherung des Firmenwagens übertragen werden?



Ja. Der Arbeitsgeber hat in der Regel die Möglichkeit, für den Firmenwagen den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt des Arbeitnehmers geltend zu machen.

Der Arbeitnehmer bringt seinen persönlichen Freiheitsrabatt ein und kann diesen auch wieder mitnehmen, wenn er aus dem Unternehmen ausscheidet. Hierzu ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer notwendig, die der Versicherung vorgelegt wird.

Nachfolgend erfährt die Schadenfreiheit die reguläre Rück- und Weiterstufung, unabhängig von der Nutzung oder dem Nutzer des Fahrzeugs (d.h. Dienst- oder Privatfahrt).



Müssen die durch den Arbeitgeber gezahlten Versicherungsprämien auch als geldwerter Vorteil versteuert werden?


Nein, nicht direkt. Grundsätzlich aber muss die Übernahme sämtlicher Kosten durch den Arbeitgeber bei privater Nutzung des Firmenwagens vom Arbeitnehmer als  "geldwerter Vorteil" versteuert werden (pauschal: ein Prozent des Neuanschaffungswertes des Wagens pro Monat, auch wenn das Fahrzeug gebraucht gekauft wurde, oder individuell: private Fahrtkilometer, die im Fahrtenbuch festgehalten werden).


Ein Unfall mit dem Firmenwagen - wer zahlt den Schaden?


Bei einem Unfall kommt für den Schaden die für den Firmenwagen vom Arbeitgeber abgeschlossene Haftpflicht- oder Kaskoversicherung auf.

Ereignet sich der Unfall bei einer Privatfahrt muss der Arbeitnehmer u. U. die vereinbarte
Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung aus eigener Tasche zahlen. Natürlich können Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch andere Reglungen vereinbaren.



Sind bei einem selbst verschuldeten Unfall auch die Insassen des Firmenwagens mitversichert?



Ja. Bei einem selbst verschuldeten Autounfall sind, mit Ausnahme des Fahrers, alle Insassen des Autos durch die Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt.

Beispiel: Wird die Ehefrau des Arbeitnehmers und Firmenwagenfahrers verletzt, erhält sie vom
Haftpflichtversicherer Schadenersatz.

Die Unfallopfer - egal ob Vater, Mutter oder Kinder - erhalten vollen Ersatz für ihre
Schäden (z.B. Verdienstausfall, Pflegekosten, Unterhalt, Schmerzensgeld).



Wer haftet bei Beschädigungen?


Kfz-Unfälle und sonstige Schadensfälle am oder im Zusammenhang mit dem Dienstfahrzeug sind dem Arbeitgeber unverzüglich zu melden. Der Mitarbeiter ist für alle Beschädigungen, die er in vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Weise verursacht hat, in voller Höhe schadensersatzpflichtig.

Auch bei Diebstahl haftet der Mitarbeiter ebenfalls bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
zum Beispiel wenn er den Wagen unverschlossen geparkt oder mangelhaft beaufsichtigt hat.




Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an unter:

fon